Alles Wissenswerte rund um das Thema Honig und seine Sorten.

Honigsorten

Frühjahrshonig:

Der Frühjahrshonig ist ein feincremiger, streichzarter Honig mit einem milden Aroma. Wenn die Tage im März und April länger und wärmer werden, beginnen die Bienen Blütennektar zu sammeln und in die Honigwaben einzulagern. Im Tecklenburger Land - mit seiner kleinstrukturierten Landschaft- dienen nicht nur die Frühlingsblüher als Nahrungsquelle, auch die vielen Weiden an Flüssen, Seen und Feuchtgebieten, als auch Obstbäume sowie der Nektar von Löwenzahn gehören dazu. Zusammen mit den schon von weitem gelb leuchtenden Rapsfeldern bilden sie die Grundlage des Frühjahrshonigs.

Sommerblütenhonig:

Der Sommerblütenhonig ist ein streichfähiger Honig mit einer sehr feinkörnigen Struktur. Das blumig-fruchtige Aroma, das durch die vielen Linden in der Umgebung oft eine minzige Note hat, ist für diesen Honig typisch. Dazu kommt der Nektar von Weiß- und Rotklee, Himbeer- und Brombeerblüten, Weißdorn und den vielen Blumen und Kräutern, die auf Stilllegungsflächen, in Feldgehölzen, in Wäldern, an Waldrändern und als Untersaaten der bewirtschafteten Flächen wachsen.

Waldhonig:

Anders als Blütenhonig entsteht Waldhonig nicht aus gesammeltem Blütennektar, sondern aus Honigtau. Dieser entsteht aus dem Siebröhrensaft der Bäume und wird von bestimmten Lausarten aus den Bäumen gesaugt und schließlich von den Bienen eingesammelt. Waldhonig hat ein unvergleichbar würziges Aroma und damit eine "Sonderstellung" unter den Honigsorten. Er ist von Natur aus flüssig, kristallisiert erst nach Wochen und hat eine dunkle Farbe. Die Bienen stehen für diesen Honig tief im Wald, inmitten von großen Tannen- und Fichtenbeständen. Hier in Nordwestdeutschland eine echte Rarität.

Bienenwachs:

Das Wachs, aus dem die Bienen ihre Waben bauen, stellen sie selber her. Dafür sondern die Arbeiterinnen  mit Hilfe von vier Wachsdrüsenpaaren an der Bauchseite flüssiges Wachs aus, welches an der Luft zu kleinen weißen Wachsplättchen erstarrt und den Ausgangsstoff für den gesamten Wabenbau in einem Bienenstock bildet. Durch Einlagerung von Propolis- und Pollenfarbstoffen färbt sich das Bienenwachs gelblich. Die Aromastoffe von Honig, Propolis und Blütenpollen verleihen dem Wachs seinen angenehmen Geruch. Außer für Kerzen nimmt Bienenwachs in der Herstellung von medizinischen Salben, Kosmetik und Hautpflegemitteln einen wichtigen Platz ein.

Propolis:

Propolis (auch Kittharz genannt) sammeln die Bienen an den Knospen und anderen Austrittstellen verschiedener Bäume (z.B. Pappeln, Erlen, Roßkastanien, Birken, Kiefern, Fichten etc.) und bearbeiten diesen weiter mit körpereigenen Substanzen. Mit dieser harzartigen Masse verschließen die Bienen feinste Ritzen im Bienenstock und überziehen zusätzlich die gesamten Oberflächen und Waben fein. Bakterien, Pilze und Viren können dadurch in ihrem Wachstum gehemmt oder abgetötet werden. Deshalb findet Propolis mittlerweile auch in der Naturmedizin immer mehr Verwendung.